Los 579 Bildnismaler, 19. Jh.


Hochfeine Portraits zweier junger Brüder, als Pendants. Öl auf Leinwand, erste Hälfte 19. Jh. Unsigniert. Rückseitig je Etikett aus der Zeit, hier Vermerk "Robold, Dresden, Maxstr. 11". In sehr eleganter, synchroner Rahmung. 72 x 60 cm, 79 x 67 cm (Ra). Leinwand wachsdoubliert. Gesamtflächiges Alterskrakelee, vereinzelt kleinere Retuschen. Inkarnate unberührt. Klimakante.

Eindrucksvolle und bezaubernde Bildnisse zweier junger Brüder aus bürgerlichem Hause in Dresden. In der Anlage des räumlichen Hintergrunds und der Staffage sehr geschickt kompositorisch zur Hängung nebeneinander konzipiert. In hochfeiner Manier werden die zarten Persönlichkeiten eingefangen und in eleganter Ruhe geschildert. Dem älteren der beiden wurde ein gerolltes Dokument oder Notenheft in die Hand gegeben, dem jüngeren ein Kinder- oder Jugendbuch. Beide ruhen ausgeglichen in sich, ihr Antlitz ist dem Anlass angemessen gesammelt und doch strahlen beide ein sehr freundliches Wesen aus. Ein sehr nahsichtiger, liebevoller Zauber liegt über diesen Bildnissen, die in ihrer malerischen Qualität mit den Portraits von Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788-1868) vergleichbar sind.
Folgt man dem Hinweis auf den rückseitigen Etiketten, findet sich unter den Angaben in den Archiven der Stadt Dresden ein Uhrenhändler Robold - mag sein, dass dieser sich seine Söhne hat portraitieren lassen.

Aufrufpreis: 3600 €

Zuschlag: